Die Forellenzucht Muffler ist überregional bekannt. Die Hofanlage gehörte früher als Lehnshof zum Kloster Salem. Mit der Säkularisation wurde der Hof verstaatlicht und ging an ...
FORELLENHOF Muffler

Klaus Muffler, Inhaber der Forellenzucht
Ursprünglich war es ein klassischer Landwirtschaftsbetrieb mit Ackerbau und Nutzvieh. Emil Muffler baute in den 60er Jahren einige Teiche für die Forellenhaltung. Was damals als Hobby begann entwickelte sich zu einem festen Standbein, ist heute ein Haupterwerbsbereich und gibt dem Hof einen neuen Namen, Forellenhof.
Im Jahr 2000 übernahm Claus Muffler den elterlichen Betrieb und baute ihn weiter aus. In der Landwirtschaft wird nach wie vor klassisches Getreide wie Weizen und Gerste angebaut. Dies nutzt der Landwirt für die Schweinezucht. Die Hühnerzucht kam 2015 dazu. Die Schweine werden an den Großhandel verkauft und die Eier kommen in die Direktvermarktung.
In acht Teichen und zwei Brutbecken leben derzeit ca. 50.000 Forellen in der Anlage. Die Aufzucht erfordert viel Wissen und ein besonderes Feingespür.

Die Forellenzucht erfolgt in drei Stufen. Zuerst kauft Claus Muffler 1,5 bis 2 Gramm leichte Brütlinge. Diese kommen in ein Brutbecken. Nach sechs Monaten werden sie zum ersten Mal abgefischt und nach weiteren sechs Monaten zum zweiten Mal. Auf die Frage, weswegen das so ist, erklärt Claus Muffler „Bei uns schwimmen mobile Umwälzpumpen in den Becken. Diese sorgen dafür, dass das Wasser in Bewegung bleibt und immer genügend Sauerstoff im Wasser ist. Die Steuerung der Umwälzpumpen erfolgt digital und richtet sich nach der Besatzmenge, also der Fischmenge im Becken, der Außentemperatur und weiteren Kriterien. Damit wir die Wasser-Sauberkeit erhalten, ist es wichtig, dass die Becken regelmäßig geputzt werden. So stellen wir sicher, dass uns Fisch sauber und rein im Geschmack ist.“
Ein weiterer Aspekt ist die Wassertemperatur. Sie steht in direkter Verbindung zur Futtermenge. Für die Forellen sind 10 bis 14 Grad ideal. Wird das Wasser wärmer, dann fährt der Forellenzüchter die Futtermenge runter. Mehr Futter würde den Kreislauf der Tiere zu stark belasten.

Die Kunden können bei Claus Muffler direkt zum Weiher laufen und die Forellen beobachten. Diese Transparenz ist ihm sehr wichtig, genauso wie die absolute Frische. Die Fische werden nur nach Bestellung aus dem Teich geholt.
Dies ist auch bei den geräucherten Forellen der Fall. Hierfür hat Claus Muffler einen speziellen, mobilen Räucherapparat. Mit regionalem, reinem Buchen-Sägmehl wird die Glut erzeugt, die für den feinen Räuchergeschmack sorgt und gleichzeitig das Fischfleisch Gold-Gelb erscheinen lässt.

