Vincenzo Remollino

Abteilungsleitung Wein & Spirituosen

Vincenco Remollino ist ein Italiener mit Temperament. Gut gelaunt, lebhaft und umtriebig kümmert er sich seit 2014 bei EDEKA Holzky um die Belange der Wein- und Spirituosen-Abteilung.
Bis 2003 machte er eine Ausbildung als Nachrichten- und Gerätemechaniker in Heidelberg. Dann kam er nach Engen und absolvierte bei EDEKA Holzky zuerst ein Praktikum und wechselte bald in die Getränkeabteilung.

Sein Gefühl für Wein und Spirituosen wurde ihm in die Wiege gelegt. Mit strahlenden Augen erinnert sich Vincenzo Remollino an die Zeit in dem kleinen Dorf in den Bergen von Italien. "In Italien ist das anders als hier. Dort gibt es unterschiedliche Kommunalverfassungen. Mein Opa konnte beispielsweise allgemeine Flächen nutzen und dort Reben, Obstbäume und Oliven anbauen." Schmunzelnd ergänzt er "Ich erinnere mich an sehr vieles. Beispielsweise wie das nach der Traubenernte war. Zuerst bekamen wir die Füße gewaschen. Wenn die super sauber waren wurden wir, mein Cousin und ich, in den Trauben-Bottich gestellt. Das machte riesigen Spaß. Mit nackten Füßen die Trauben zu zerstampfen ist was Besonderes."

Vincenzo Remollino erzählt, wie alle gemeinsam arbeiteten. Wenn Erntezeit war, dann gab es Null Diskussion, alle halfen mit, das war Ehrensache.
Sein Opa machte Wein und Grappa selbst. Damals, als er noch als kleiner Junge dabei war, verstand Vincenzo Remollino die Abläufe noch nicht. Heute weiß er, daß sie als Kinder im Trauben-Bottich die Maische erstellten. Das ist ein Mix aus Fruchtfleisch, Saft und Beerenhäuten. Die alkoholische Gärung beginnt durch den Einfluss von Hefe und manchmal etwas Zucker, die zugegeben werden. Während dem Gärprozess wandeln sich Zucker und Fruchtzucker in Alkohol, Kohlenstoffdioxid und Wärme.
Einfache Rotweine bleiben nur zwei bis drei Tage im Gärbehälter, erstklassige Rotweine bis circa vier Wochen. Während dieser Zeit entwickelt sich ein ganz eigener Geruch, den es nur in Weinkellern gibt.

Im Laufe der Gärung treibt die Kohlensäure Beerenhäute und andere feste Bestandteile an die Oberfläche des Gärbehälters. Wünscht sich der Winzer eine intensivere Rotwein-Farbe, dann drückt oder pumpt er die Maische nochmal runter. So kann er eine höhere Farb- und Gerbstoffausbeute erhalten. Das wird manchmal mehrfach wiederholt.

Nach der Maischezeit kommt die Masse in den Trester. Dort erfolgt die Trennung von dem jungen Wein und den Feststoffen wie Beerenhäuten, Kernen u.s.w.. Der Winzer entscheidet anschließend, in welches Fass er den Rotwein umfüllt. Durch die Tanine im Holz verleihen beispielsweise Eichenfässer dem Wein eine besondere Struktur. Denn das Holz enthält auch Aromen wie Vanille, Leder oder Schokolade, die nach der Reifung im Geschmack des Weines wiederzufinden sind.

Der Winzer entscheidet nach seinem Gusto, wann der Wein schließlich "fertig" ist.

In der Natur hat jeder Jahrgang einen eigenen Geschmack. Im Vertrieb möchten die Verbraucher eine wiedererkennbare Geschmacksrichtung. Das führt dazu, dass große Winzer mischen müssen.
Danach wird der Wein in Flaschen gefüllt. Bei großen Weinen beginnt nun erst die Reise in die Reife.Auf die Frage "Erinnern Sie sich an ein besonderes Ereignis während ihrem Alltag bei EDEKA Holzky?" breitete sich sofort ein spontanes Lachen im Gesicht des gutgelaunten Vincenzo Remollino aus. Er dreht sich zu seinem Kollegen um und fragt "Erinnern Sie sich?" Dann wendet er sich wieder um und erzählt. "Wir bekommen von den Getränkehändlern die PET-Flaschen auf großen Paletten, die mit Plastik umwickelt sind. Vor dem Auspacken und Verräumen müssen wir zuerst das Plastik entfernen. Mein Kollege machte das mit großem Schwung und schnitt dabei der Länge nach drei Flaschen Coca-Cola an." Mit Lachen in den Augen ergänzt er "Ich sehe noch, wie ihm die Cola komplett vorne hoch, über die Kleidung ins Gesicht bis unter die Decke sauste."