— Tierschutz —

Der EDEKA-Verbund im Südwesten engagiert sich aktiv für eine Verbesserung des Tierwohls in der Aufzucht und Haltung von Nutztieren. Damit das gelingt werden Regionalprogramme entwickelt. Mit den Regionalprogrammen und dem direkten Kontakt zu den Erzeugern vor Ort wird wesentlich dazu beigetragen, höhere Standards für Tierwohl und Tiergesundheit in der Prozesskette zu etablieren.
Zudem beteiligt sich EDEKA Südwest am Konzept des Regionalfensters, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitentwickelt wurde. Dieses freiwillige Kennzeichen auf der Verpackung unterstützt Sie beim Einkauf: Sie erkennen, woher die eingesetzten Rohstoffe stammen, wo das Produkt hergestellt wurde und wer die Angaben überprüft hat.

Auf regionaler Ebene unterstützen wir ergänzend den Fortbestand seltener Nutztierrassen, beispielsweise das Rote Höhenvieh, Glanrind oder das Limpurger Rind bei EDEKA Südwest .

Katharina Gänger, Tierschutz-Beauftragte
Katharina Gänger, Tierschutz-Beauftragte

Katharina Gänger zählt zu den MitarbeiterInnen, die für Tierschutz zuständig sind. Sie studierte an der Universität Hohenheim Agrarwissenschaften mit der Fachrichtung Tierwissenschaften. Direkt anschließend, nach ihrem Master-Abschluss 2019, begann die motivierte Fachfrau ihre Berufstätigkeit als Tierschutz-Beauftragte bei EDEKA Südwest Fleisch. Lesen Sie folgend ein Interview mit ihr.

Was zählt zu ihrem Aufgabenbereich?

Die Aufgaben sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Gemeinsam mit meiner Kollegin Frau Meiss sind wir als Tierschutzbeauftragte für das Absatzgebiet von EDEKA Südwest zuständig. Wir sind sozusagen die Schnittstelle zwischen EDEKA Südwest Fleisch, der Landwirtschaft, den Schlachthöfen, der Politik und dem Verbraucher.
Regelmäßig besuchen wir landwirtschaftliche Betriebe vor Ort, um uns ein aktuelles Bild von der Tierhaltung zu machen, immer mit dem Ziel Tierwohlaspekte weiterzuentwickeln. Mit
neuen Markenprogrammen gelingt es uns, entsprechende Anreize und Bedingungen für eine alternative Tierhaltung zu schaffen. Durch die Festlegung messbarer Kriterien für das Tierwohl sorgen wir dann für die bestmöglichste Transparenz für unsere Kunden.

Was zählt zu den Markenprogrammen?

Zu unseren Markenprogrammen zählt Beispielsweise die Marke "Hofglück" im Bereich Schweinefleisch. Diese beinhaltet neben hohen Tierwohlkriterien wie mehr Platz, Stroheinstreu und Auslauf für die Tiere, eine lückenlose Überprüfung und Transparenz von der Zucht über die Mast und die Schlachtung bis zum Verkauf im Edeka-Markt. In der Entwicklung der Kriterien unserer Marken arbeiten wir eng mit Tierschutzorganisationen, Verbänden, der Forschung und der Politik zusammen. "Hofglück" ist beispielsweise mit dem Premiumlabel "Für mehr Tierschutz" des Deutschen Tierschutzbundes ausgezeichnet.

In den Programmen "Schwarzwald Bio-Weiderind" und "Württemberger Lamm" haben wir regionale und kleiner strukturierte Betriebe unter Vertrag, welche durch die Weidehaltung der Tiere und ihre tägliche Arbeit neben den hohen Haltungsstandards einen enormen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft leisten.

Suchen Sie sich die Höfe selbst aus oder werden diese zugewiesen? Wie erfolgt die Einsatzplanung?

Die Betriebe werden grundsätzlich regelmäßig von neutralen Kontrollstellen auditiert.

Auch wir sind wöchentlich unterwegs, um uns ein Bild vor Ort zu machen, insbesondere wenn ein Betrieb neu in unsere Markenprogramme aufgenommen wird.

Nach welchen Kriterien prüfen Sie einen Hof?

Für unsere Markenprogramme wie z.B. Hofglück haben wir umfangreiche Richtlinien. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird jährlich mehrmals von unabhängigen Kontrollstellen sowohl angekündigt als auch unangekündigt auditiert. Wir legen bei unseren eigenen Audits besonderen Wert auf den Umgang mit den Tieren. Neben baulichen Anforderungen ist dies ein entscheidender Faktor für mehr Tierwohl. Das bedeutet, wir gewichten tierschutzrelevante Kriterien stärker. Werden Mängel erkannt und diese nicht fristgerecht behoben, dann scheidet der Betrieb aus dem Programm aus.

Gibt es Ziele in Ihrem Beruf, an ihrem Arbeitsplatz, die Sie gerne innert einem bestimmten, kommenden Zeitraum erfüllen möchten?

Im Besonderen liegen mir die regionalen Tierwohl-Projekte am Herzen. Hier Möglichkeiten zu schaffen, die regionalen und innerbetrieblichen Kreisläufe aufrecht zu erhalten und eine höhere Wertschätzung für diese Form der Landwirtschaft und Tierhaltung voranzutreiben begeistern mich. Hierzu zählt beispielsweise unsere Kooperation mit den Demeter HeuMilch Bauern und der Tierschutzorganisation PROVIEH. Damit ist es uns gelungen, dass Kälber aus der Milchviehhaltung auf dem eigenen Betrieb bleiben können und länger bei der Mutter bzw. Amme aufwachsen. Das ist in der Milchviehhaltung einzigartig und ich bin jedes Mal begeistert, wenn ich auf die Betriebe fahre.

Herzlichen Dank für das informative Gespräch.

Katharina Gänger setzt sich für das Tierwohl ein
Katharina Gänger setzt sich für das Tierwohl ein