— Heike Bosch —

stellvertretende Abteilungsleiterin Metzgerei

 Heike Bosch kam 2017 in den Markt und war zuerst an der Kasse eingesetzt. Doch dann kam es in der Metzgerei-Abteilung zu einem Personalbedarf. Bereitwillig half die motivierte Mitarbeiterin aus und arbeitete sich sehr schnell in die Belange ein. Von Rind, Kalb, Schwein, Lamm, Wild bis zu verschiedenen Geflügelsorten gibt es eine Vielzahl an Teilstücken und jeweilige Zubereitungsarten.
"Auch als gelernte Metzgereifachkraft, war es am Anfang eine Herausforderung" erinnert sich Heike Bosch.
Ihr Talent wurde erkannt und sie erhielt die Position der stellvertretenden Abteilungsleiterin.
Jetzt sind es neue Herausforderungen, die sie löst. Vom Wetter, das den Einkauf mit bestimmt bis hin zu den Kunden, die sehr unterschiedlich sein können, gibt es vieles zu beachten. Auf die Frage "Wie erlebten Sie die Corona-Zeit" antwortet sie lächelnd "Am Anfang konnte niemand Corona einschätzen. Im März 2020 gab es jeden Tag neue Verordnungen und Einschränkungen. Die Menschen bekamen Angst. Sie begannen einzukaufen und zu horten. Die Unsicherheit machte viele Kunden aggressiv. Als dann der Lockdown kam, waren die Kunden anfangs sehr dankbar. Unsere Arbeit wurde Wert geschätzt. Doch nach einigen Wochen wirkten immer mehr Kunden zunehmend unzufrieden und gestresst. Es dauerte einige Zeit bis es wieder normal wurde."
Als sie nach einer Anekdote in ihrem Arbeitsbereich gefragt wurde, kam sofort die Erinnerung. Sie hatte sich in ihr als Lernerfahrung mit Nachwirkung regelrecht eingebrannt. Ihr Blick wandert zu Angelika Jäkle, der Abteilungsleiterin Metzgerei. "Weißt du noch, die Gans?" Die angesprochene Kollegin nickte schmunzelnd und antwortete "Ja, das ist unvergessen."
Heike Bosch war noch nicht lange stellvertretende Abteilungsleiterin als es in Richtung Weihnachten ging. Eine Zeit, in der viele Kunden Puten und Gänse vorbestellen. Alles wird ordentlich mit Namen und Mengen notiert. Doch dann geschah das, was wie ein Horror wirkte. Eine Kundin stand vor Heike Bosch und wollte eine Gans statt einer Pute. Sie hatte jedoch nur noch Pute im Kühlraum. Die Kundin bestand darauf, sie hatte eine Gans bestellt. Das ungute Gefühl wuchs als Heike Bosch bewusst wurde, dass sie selbst für die Fehlbestellung verantwortlich war. Doch sie stand zu ihrem Fehler, übernahm Verantwortung und ließ sie sich von lösungsorientiertem Handeln lenken. Im Einvernehmen mit der Kundin erhielt selbige dann zwei  Enten und das besondere Weihnachtsessen war gerettet. Die Erfahrung sitzt so tief, dass sie in der Zwischenzeit lieber mehrfach überprüft als ein Mal zu wenig.